Baufinanzierung 2026: Worauf Käufer jetzt achten sollten
Zinsniveau, Tilgung und Sondertilgungen – ein praxisnaher Überblick für private Immobilienkäufer in Bremen.
Der Immobilienmarkt hat sich eingependelt – nicht mehr der Boom der frühen 2020er, aber auch keine Schockstarre mehr. Wer 2026 kauft, profitiert von einem realistischeren Preisniveau, sollte aber bei der Finanzierung mehr denn je auf die Struktur achten.
1. Das Zinsniveau richtig einschätzen
Zinsen sind nicht gleich Zinsen. Der Nominalzins einer Bank sagt wenig über die tatsächlichen Kosten Ihrer Finanzierung. Entscheidend sind Effektivzins, Zinsbindungsdauer und die Annahmen, die die Bank zur Bonität und Beleihung trifft.
Unser Rat: Lassen Sie sich nicht vom ersten Angebot leiten. Der Unterschied zwischen der günstigsten und teuersten Bank kann auf 20 Jahre gerechnet schnell im fünfstelligen Bereich liegen.
2. Tilgung und Zinsbindung
Eine anfängliche Tilgung von 2 % war lange Standard – bei heutigen Zinsen reicht das oft nicht aus, um die Restschuld in überschaubarer Zeit abzutragen. Wir empfehlen in den meisten Fällen eine Anfangstilgung zwischen 2,5 und 4 %, je nach Einkommen und Lebensphase.
- 10 Jahre Zinsbindung: flexibel, aber Zinsänderungsrisiko danach
- 15 Jahre Zinsbindung: meist bester Kompromiss aus Planungssicherheit und Kosten
- 20 Jahre Zinsbindung: teurer, aber maximale Planungssicherheit
3. Sondertilgungen einplanen
Viele Banken gewähren kostenlose Sondertilgungen von 5 % pro Jahr. Das klingt nach wenig, ist aber über die Laufzeit einer der größten Hebel, um Zinskosten zu senken und flexibel zu bleiben.
Fazit
Eine gute Baufinanzierung ist kein Produkt von der Stange. Sie bildet Ihre Lebenssituation ab – und genau deshalb lohnt es sich, nicht bei der ersten Bank zu unterschreiben, sondern mehrere Angebote objektiv vergleichen zu lassen.
Sie haben ein konkretes Anliegen?
Wir beraten Sie persönlich und unverbindlich – nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf.
Kontakt aufnehmen